Navigieren beim Driften: Analoge Vorbereitung auf den digitalen Wandel. Teil 2

Was nützt? Bedeutung geben, Zukunft gestalten

Was nützt? Bedeutung geben, Zukunft gestalten

 Diese Bestandteile bilden das Fundament für überraschende Erkenntnisse und greifbare Ergebnisse, wenn es um das Navigieren in unsicherem Umfeld geht:

  • Storytelling und das Nutzen von Metaphern,
  • Csíkszentmihályis Flow und die Idee der schöpferischen Leidenschaft von Kurt Hahn,
  • der sperrige Begriff Vorstellungskraft, schöner mit Imagination beschrieben.

Storytelling und die Arbeit mit Metaphern sind die Schlüssel zur Gestaltung der Unternehmenszukunft. Wenn Kinder spielen und erzählen, werden in ihren Erzählungen ganz gewöhnliche Gegenstände und Materialien in Menschen, Tiere, Fahrzeuge und alle mögliche andere Gestalten verwandelt. Nicht nur bei Kindern: Mythen, Sagen und Märchen haben auch Erwachsenen seit jeher als Mittel zum Ausdruck von Idealen und Werten gedient. In (weiter)erzählten Geschichten beschäftigen wir uns mit Themen wie Kultur, Religion, soziale und persönliche Identität oder Gruppenzugehörigkeit. Mit Storytelling sind wir mühelos in der Lage, unserem sozialen, kulturellen und zwischenmenschlichen „Material“ einen Sinn zu geben und es zu verstehen.

Übertragen auf die Vorbereitung auf den digitalen Wandel bedeutet das: Geschichten tragen zur Produktion, Reproduktion, Transformation – auch zur Dekonstruktion – neuer Geschäftsmodelle bei. Erzählungen erfüllen eine Reihe von Aufgaben: die Sozialisation neuer Mitarbeiter, die Legitimierung von Bindung und die Identifizierung mit dem Unternehmen. Sie fungieren als eine Lupe, mit der die Aktivitäten der Organisation betrachtet, verstanden und interpretiert werden können. Geschichten und Metaphern sind unsere Vehikel, um radikal neue Wege des Verstehens zu schaffen.

Flow, das Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit, ein Schaffens- und Tätigkeitsrausch, entsteht im Bereich zwischen Überforderung oder Angst und Unterforderung oder Langeweile. Im Flow-Zustand besteht völlige Harmonie zwischen dem bereits angesprochenen limbischen System, das die Emotionen steuert, und dem kortikalen System, dem Bewusstsein und Verstand zugeordnet sind.

Was passiert dabei? 

  • Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren,
  • Anforderung und Fähigkeit stehen im ausgewogenen Verhältnis,
  • weder Langeweile noch Überforderung entstehen,
  • wir haben Kontrolle über unsere Aktivität,
  • Handlung und Bewusstsein verschmelzen.

Soweit zur Theorie des von Mihaly Csíkszentmihályi erdachten Konzeptes vom Flow. Praktisch betrachtet heißt das: was wir gestalten, landet in unseren Köpfen. Und es bleibt auch dort, so dass wir gemeinsam gefundene Bilder neuer Ideen, Konzepte und Produkte mühelos und glaubwürdig weitergeben können.

Nächste Woche geht es weiter mit dem dritten Teil „Flow und schöpferische Imagination“

Prof. Dr. Reinhard Ematinger

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