Botschaften am Rande Teil 1

Peripheres Priming

 

Periphere Stimuli eignen sich insbesondere gut zur Einstimmung auf das Vortragsthema, da sie das Publikum nebenbei aufnimmt. Man kann sie auch mit dem Begriff "Priming" in Verbindung bringen. 
Gemeint ist eine Art Grundierung des Denkens, ein Beeinflussen, damit in eine bestimmte Richtung gedacht wird. 
Oder, anders ausgedrückt: Priming ist die Erklärung für die Erleichterung einer Reaktion auf einen Zielreiz (Target) aufgrund der vorherigen Darbietung eines Bahnungsreizes (Prime). 

Die Vorbereitung der entsprechenden Plakate ist zugegebenermaßen aufwendig, was einmal vorbereitet wurde, kann allerdings immer wieder verwendet werden. Ideal als Basis ist farbiger Karton im Format A2, A1 oder A0, zur Ergänzung Bilder oder Fotos (z.B. aus Kalendern). 

Es gibt einige Möglichkeiten, was alles darauf stehen kann: 

  • Zitate und Sprüche zum Thema
  • Wichtige Aussagen aus dem Vortragsthema
  • Definitionen
  • Prozessschritte

Periphere Stimuli sind vor, während und nach dem Vortrag sichtbar. Redner und Trainer sollten also genug Zeit zum Aufhängen einplanen. Vorab sollten sie allerdings klären, wie die Wände im und vor dem Vortragsraum beschaffen sind. In einem barocken Tagungshaus etwa werden periphere Stimuli wahrscheinlich nicht gern an den frisch renovierten Wänden gesehen. 
Neben Klebestreifen, die an den Wänden keine Spuren hinterlassen, lohnt es sich deshalb auch, Nadeln im Gepäck zu haben. 
Wenn die Wände tabu sind, können Pinnwände organisiert werden, auf denen die peripheren Stimuli vor den Wänden platziert werden. 

 

Margit Hertlein, Gaston Florin

(Aus Trainingaktuell / Oktober 2017, https://www.managerseminare.de/Trainingaktuell)

 

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