Aufwachen und mitmachen! Teil 1

Interaktiv Präsentieren

Was Interaktion bringt

 

Abwechslung:

Der schwedische Psychologe K. Anders Ericsson sprach von 10.000 Stunden an „bewusstem Üben“,
die es braucht, um wirklich gut oder sogar großartig zu werden.
Doch 10.000 Stunden Inhalte immer in der gleichen Art und Weise zu hören oder zu üben, kann sehr, sehr mühsam werden. Interaktion sorgt dafür, dass die Menschen, obwohl sie ein Thema, einen Tipp, eine Vorgehensweise schon gehört haben, trotzdem dranbleiben, weil einfach die Art und Weise wechselt, wie geübt wird.

Belebung:

Menschen, die gerne etwas „begreifen“ möchten, sind in reinen Vorträgen meistens total unterfordert.
Sie würden gerne etwas mehr tun, als nur die Hand zu heben.
Für Menschen wiederum, die bei einem Kongress einen langen Sitztag hinter sich haben, sind interaktive Handlungsmöglichkeiten ein guter Anreiz, sich noch einmal zu konzentrieren.

Nachhaltigkeit:

Zuschauer lieben es, auf verschiedenen Wegen einen Sachinhalt angeboten zu bekommen.
Denn Menschen lernen am besten, wenn verschiedene Sinne angesprochen werden:
etwa der Sehsinn durch anschauliche Bilder – klassisch mit Powerpoint und Flipchart oder auch mit Gesten und bildhaften Übungen – aber auch die Ohren und die eigene Stimme durch Übungen, bei denen gesummt wird oder Tierstimmen nachgemacht werden. Je öfter unserer Sinne bedient werden, desto nachhaltiger wird Wissen verankert.

Freiräume:

Viele Teilnehmer wünschen sich Austausch, sie wollen miteinander ins Gespräch kommen, sich mit den anderen Teilnehmern austauschen. Interaktion fördert diese Kommunikation, sie bringt Menschen zusammen – und macht manchmal sogar aus einem „Haufen von Individuen“ eine Gruppe Gleichgesinnter.
Sie ermöglicht aber auch Freiräume für kurze Bewegungspausen, die die Konzentration unterstützen.

Verbindung:

Interaktion intensiviert den Kontakt zwischen Bühne und Publikum.
Je größer der Raum, je mehr Personen zuhören, desto weniger können diese Personen sich ausdrücken, ihren Spaß, ihre Begeisterung oder eben auch die Abwesenheit davon zeigen. Deshalb ist der Applaus so wichtig, er ist eine der wenigen Ausdrucksmöglichkeiten, die das Publikum bei einem Vortrag hat.
Durch Applaus wird Wissen aber auch verankert: Durch ihn können sich die Teilnehmer auch noch Tage nach der Veranstaltung an die Inhalte erinnern, bei denen sie den Applaus gespürt, gehört und gesehen haben.
Das Erlebnis, dass der Teilnehmer selbst und alle anderen drumherum geklatscht haben, hilft dem Langzeitgedächtnis auf die Sprünge. Applaus ist also keine Einbahnstraße der Lobhudelei für den Redner, sondern eine Ausdrucksmöglichkeit für das Publikum, die sich gezielt interaktiv nutzen lässt.

Margit Hertlein, Gaston Florin

(Aus Trainingaktuell / Oktober 2017, https://www.managerseminare.de/Trainingaktuell)

 

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